12. August 2015
Von Dunfanaghy nach Portrush
Unser nächstes Ziel ist das Ramada Hotel im Küstenstädtchen Portrusch ganz im Nord-Osten von Irland.
Durch seine beiden bekannten Strände ist es ein Touristenmagnet. Da wir nur eine Übernachtung haben,
beschlossen wir die Fahrt dahin etwas auszudehnen - es sollte zumindest mal keinen Regen geben.
Erster Stop war Londonderry (oft auch nur
Derry genannt) in Nord-Irland. Hier gilt
noch die englische Währung und auch
sonst sieht alles etwas “more British” aus.
Das besondere an der Stadt ist die
vollständig erhaltene Stadtmauer, die erst
seit Ende der Nord-Irland-Unruhen wieder
begehbar ist und in 30 - 40 Minuten
umrundet werden kann.
Die Stadt hat eine sehr abwechslungsreiche
Geschichte hinter sich - bekannt wurde sie in
unserer Zeit durch den “Bloody Sunday” am
30. Januar 1972, an dem 14 unbewaffnete,
friedliche Demonstranten von Soldaten des
britischen Regimentes erschossen wurden.
Ansonsten ist Derry eine Stadt,
die noch im Aufbruch ist - an
vielen Stellen wird renoviert und
investiert.
Weiter gings dann - obwohl´s ein deutlicher Umweg war - nach “Malin Head”, dem nördlichsten Punkt Irlands.
Obwohl auch hier die Sonne nur sporadische Einlagen bot, waren wir uns einig, dass dies bislang der schönste
Küstenstreifen unserer Irland-Rundreise war. Und ganz ohne Reisebusse und Touri-Schlangen ...
Tolle Felsformationen, steile
Schluchten und Klippen, wildes
Meer ...
... und verschiedenste Pflanzen an
den verrücktesten Stellen.
Hier saßen wir lange an einem
Überhang und genossen die Ruhe
und Aussicht
Vor der Weiterfahrt Richtung
Portrush gab es noch leckeren
Cappuccino und hausgemachten
Kuchen an einem süssen kleinen
Imbiss-Ständchen am Parkplatz.
Wenn hier noch die Sonne
scheinen würde, käme man
garnicht mehr los ...
Schweren Herzens fuhren wir dann weiter nach Portrush in unser Hotel. Um die Strecke etwas abzukürzen
nahmen wir die Fähre in Greencastle. Da wir ja nicht so gut schwimmen können haben wir lieber unsere
Schwimmwesten angelegt ... man weiß ja nie ...
Portrush erreichten wir genau zur Rush-Hour. Zu unserer großen Freude teilte uns der begrenzt nette Mann
an der Rezeption mit, das Parkhaus sei voll, und wir sollen uns halt nen Platz für unser Auto suchen ... wir
seien ja nur für eine Nacht da ...
Zum Glück war das Zimmer wenigstens ok, wir hatten aber abends dann keine Lust mehr auf nen
Stadtbummel . Bis morgen dann, machts gut.